|
Im Berner Oberland entwickelt sich ein neues Mekka für Trendsportarten: Interlaken. Die Gemeinde mit dem einst verstaubten Image von „Brauchtum, Nobelkarossen und Kurgästen“ zieht jetzt vor allem ein jüngeres Publikum an und verspricht „Abenteuer pur“ vor einer beeindruckenden Alpenkulisse.
Eine Übernachtung in der Schweiz muß nicht zwangsweise teuer sein.
In einem Hostel gibt es eine Nacht in einem Massenquartier mit Gemeinschaftsdusche für bereits umgerechnet 13 Euro pro Person. Das Geld, daß bei der einfachen Behausung gespart wird, können Abenteuerlustige wiederum für die verschiedensten Sommer- und Winter-Aktivitäten ausgeben.
Interlaken, die 15.000 Einwohner starke Alpenregion „zwischen den Seen“ Thuner- und Brienzersee, hat seit einiger Zeit sein Freizeitangebot stark aufgerüstet und kann inzwischen durchaus mit dem neuseeländischen Outdoor- und Backpackerparadies Queenstown mithalten - vom Fallschirmspringen, Hang- oder Paragliding, über Rafting bis Mountainbiken bleiben keine Wünsche offen. „Take a walk on the wild side“ verspricht die Internetseite von Interlaken Adventure und informiert umfangreich über die zahlreichen Möglichkeiten für alle, die in ihrem Urlaub nicht nur faul am Strand liegen wollen. Inzwischen stehen in Interlaken für Rucksackreisende acht Hostels zur Auswahl. Leer stehen werden die Zimmer wohl auch im kommenden Sommer nicht. Seit 2005 ist Interlaken nämlich auch Schauplatz eines immer beliebter werdenden Rockfestivals.
Das Greenfield Festival findet Mitte Juni statt und überzeugt mit einem starken Line Up vor einer grandiosen Bergkulisse. Die Etablierung des Festivals, das jährlich über 25.000 Musik-Fans aus aller Welt anlockt, ist ein weiterer Schritt in Richtung jugendliches Image für die Region Interlaken in der Schweiz. Jetzt heißt es für die deutschen Anbieter, das Potential der jungen Schweiz zu erkennen. Immer noch bietet kaum ein Veranstalter Outdoor-Reisen an.

Dabei wollen immer mehr Deutsche ihren Urlaub aktiv gestalten. Da gerade deutschlandnahe Ziele in Zeiten des Klimawandels immer beliebter werden, bietet die Schweiz neue Perspektiven für deutsche (Online-) Reiseveranstalter. Auch insgesamt geht es für den Schweiz Tourismus seit 2005 wieder bergauf. Sanken die Ankünfte deutscher Touristen von 2000 bis 2003 von 2,23 Mio. auf 1,89 Mio., so konnte 2007 mit 2,25 Mio. Besucher das Niveau von 2000 wieder erreicht und sogar etwas gesteigert werden.
ausführlicher im Newsletter
03/2008
|