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Das
kleinste Mitglied der europäischen Union machte sich vor allem als
Sprachreiseziel einen Namen. Jetzt wartet Malta mit einem neuen
Marketing-Programm auf und beweist, daß die Inselregion mehr zu bieten hat, als
bloße Überreste einer alten Landverbindung zwischen Afrika und Europa. Nur 7173
Einwohner zählt Valletta, die Hauptstadt Maltas. Überhaupt scheinen große
Dimensionen eher ungeeignet, wenn man die kleine Inselregion 95 Kilometer
südlich von Sizilien beschreiben möchte. Auf Comino, neben Malta und Gozo die
einzige bewohnte Insel, leben gerade mal vier permanente Einwohner. Fast
Ehrensache, daß Valletta - übrigens UNESCO-Weltkulturerbe - auch die kleinste
Hauptstadt des kleinsten Mitglieds der europäischen Union ist.
Seit Januar gibt es hier auch den Euro. Wenn es schon nicht die Größe sein
kann, dann müssen die Malteser eben andere Anreizpunkte für deutsche Touristen
schaffen - ganz nach dem Motto „klein, aber oho“? Gelungen ist das dem
südeuropäischen Inselstaat mal besser, mal schlechter. Die gute Nachricht
vorweg: Seit 2007 geht es mit dem Tourismus wieder bergauf. 130.000 Deutsche
reisten letztes Jahr nach Malta - das sind 3,4% mehr als im Jahr zuvor. Zum
Großteil ist das auf eine neue Ausrichtung des Marketings zurückzuführen. Zudem
setzt das Marketing frische thematische Schwerpunkte: Familien lockt Gozo als
Geheimtip, der Agro-Tourismus soll ausgebaut werden, die Vermarktung des
kulinarischen Maltas steht kurz bevor. Zudem wird der Fokus mehr und mehr auf
den Mice-Bereich gerichtet und auch kleinere Veranstalter sind im Visier. Auf
die Großen der Branche kann jedoch nicht verzichtet werden. Als FTI sein Angebot
vor Jahren kappte, ging es steil bergab für den Malta-Tourismus. Auch die
Kapazitäten der Airlines stellten bis 2007 noch ein großes Problem dar. Außer
Lufthansa und Malta Air gab es schlichtweg keine Fluglinie in die Region. Die
Erlösung brachten 2007 Germanwings und Ryan Air mit ihren attraktiven Preisen
und ihrem gut ausgebauten Streckennetz. Inzwischen gibt es aber noch ein anderes
Standbein, denn auch die Malteser können vom derzeitigen Kreuzfahrten-Boom
profitieren und preisen ihr kleines Land als idealen Zwischenstopp eines
Mittelmeer-Törns an. Und dieser Stopp, oder auch ein ganzer Urlaub, lohnt sich
nicht nur des Englisch Lernens wegen.
Hält unter anderem das Marketing was es verspricht, darf
auch für die kommenden Jahre mit einer positiven Tourismus-Entwicklung
gerechnet werden. Wer sich als Reiseveranstalter schon mal darauf einstellen
möchte, kann unter www.malta-schulung.de eine Online-Schulung absolvieren
und sich dem Malta-Expertenkreis anschließen.
ausführlicher im Newsletter
05/2008
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